Projektbeschreibung


Auf hoher See und auf weiten Feldern gehören Windkraftanlagen inzwischen zum gewohnten Bild. Doch welches Potenzial bieten sie im Stadtgebiet? Und welche planungsrechtlichen Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines aktuellen Forschungsprojekts an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Es läuft bis Januar 2013 und wird von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Jochen Twele, der sich seit vielen Jahren mit der energetischen Nutzung von Windströmung beschäftigt.
Im Rahmen des Vorhabens werden sowohl das technische als auch das wirtschaftliche Potenzial des Einsatzes kleiner Windkraftanlagen (KWEA) auf Berliner Dächern untersucht. Darüber hinaus sollen Grundlagen für eine breite Umsetzung erarbeitet werden. Dafür sollen am Beispiel Berlins im Rahmen einer Messkampagne sowohl die Strömungsverhältnisse des Windes auf exponierten Dächern als auch die technischen Randbedingungen für den Einsatz von kleinen Windkraftanlagen in bebauten Gebieten untersucht werden. Hierfür werden durch die HTW 5 KWEA auf exponierten Dächern aufgestellt.
Im Rahmen einer Analyse der baurechtlichen Rahmenbedingungen, des baurechtlichen Genehmigungsverfahrens und der energieseitigen Gesetzgebung, sowie durch eine Wirtschaftlichkeits- und Akzeptanzbetrachtung sollen Empfehlungen für zukünftige Anlagenbetreiber und den Gesetzgeber erarbeitet werden. Aus Sicht des Landes Berlin sind die Ergebnisse des Vorhabens in Bezug auf seine Klimarelevanz (Klimaschutzgesetz des Landes Berlin), die Integration in das Energiekonzept Berlins und das UEP zu bewerten.
Die HTW verfügt über langjährige Erfahrung in Lehre und Forschung zum Thema Windenergie im Allgemeinen und zum Thema kleine Windkraftanlagen im Besonderen. Für die Durchführung des Vorhabens kann auf Erfahrungen und Grundlagenarbeiten zu diesem Thema zurückgegriffen werden. 

Projektlaufzeit

Die Arbeit in dem Forschungsvorhaben wurde im April 2010 aufgenommen.

Ende Januar 2013 ist der Abschluss des Vorhabens vorgesehen.

Förderung

Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des Umweltentlastungsprogramms II der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt finanziert.

Das Umweltentlastungsprogramm II wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert.

Die Förderhöhe des Forschungsvorhabens beträgt 380.000€.

Weitere Informationen zum Programmträger B&SU finden sie hier.

Dieses Projekt wird vom Land Berlin und von der Europäischen Union kofinanziert (Europäische Fonds für Regionale Entwicklung - EFRE)

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